Erstmals tritt eine männliche U20 des TB Höntrop in der Oberliga an. Ziel ist die Teilnahme an der Qualifikationsrunde B, d.h. unter die besten 20 der 48 Teams in NRW- und Oberliga zu kommen.

Trainingszeiten: 
Mittwoch

18:00-19:30

Feld 3 (rechts) mU18 & mU20 II
Freitag

17:30-19:00

mU18 & mU20 II
Nach der männlichen U18 hat auch die U20 die nächste Runde auf dem Weg zu den Westdeutschen Meisterschaften erreicht.

Während das Ziel der Jüngeren auch das Erreichen der Endrunde mit den besten zwölf Teams aus NRW ist, wurde für die U20 lediglich die zweite Runde und der Sprung unter die NRW Top 20 als Saisonziel ausgegeben. Dass die Mannschaft nun sogar von etwas mehr träumen darf, lag an einer tollen kämpferischen Leistung in der ersten Quali-Runde, die mit einem unerwarteten ersten Platz belohnt wurde.

Allerdings konnte der Trainer im Gegensatz zur Oberliga-Saison nun aus dem Vollen schöpfen, da auch die Spieler aus der Kooperations-U20 vom PSV Bochum spielberechtigt waren. So stellte sich die Mansnchaft bei 12 Spielern im Kader erstmals nicht von alleine auf.

Wie die U18 hatte auch die U20 das Glück die Qualifikationsrunde auszurichten. Zwar musste dafür in die Halle der Graf-Engelbert-Schule gespielt werden, aber dennoch sollte sich dies am Ende als großer Vorteil erweisen.

Zum Auftakt ging es gegen DJK Delbrück, den Dritten der Oberliga 5 aus Ostwestfalen. Vom Papier her war der TBH damit leicht favorisiert. Aber bereits vor dem Spiel ergab sich jedoch eine möglicherweise spielentscheidende Änderung, da sich der Delbrücker Kapitän ohne Fremdeinwirkung beim Einschlagen am Fussgelenk verletzte und so nicht mitwirken konnte.

Von der Umstellung war zunächst jedoch nicht viel zu merken, denn die Höntroper Jungs liefen durch eine Aufschlagserie dem Gast deutlich hinterher. Auch ein früher Wechsel brachte keine entscheidende Wirkung, so dass der Satz mit 17:25 recht deutlich verloren ging. Damit war der angestrebte 2.Platz im 4er-Turnier akut gefährdet.

Trainer Eusterfeldhaus stellte die in der letzten Trainingswoche gut funktionierende Aufstellung um und so rutschte Aaron wie in der U18 auf die Mittelblockerposition und auf die freie Position über Außen kam Jan zum Einsatz. Zudem übernahm Darrin die zweite Zuspiel-Position. "Opfer" dieser Umstellung war der in den letzten Spielen im Block und Angriff sehr überzeugende Christof.

Neben der Umstellung zeigte die Mannschaft jetzt vor allem im Aufschlag eine deutlich bessere Leistung und lies der DJK beim 25:10 absolut keine Chance. So kam es im Tie-Break zur Entscheidung, die aber durch platzierte Aufschläge von Pascal gepaart mit einer aufmerksamen Blockreihe (von 2:2 auf 8:2) recht schnell gefallen war. Das Team hatte das Spiel von da an sicher im Griff und gewann klar mit 15:10.

Damit hatte das Team die Kurve gekriegt und lag wieder einigermaßen im Soll, wenngleich der verlorene Satz schon schmerzte.

Im anschließenden Spiel gegen den Vierten der OL 4, den SV Blau-Weiß Aasee war ein deutlicher Sieg Pflicht, zumal diese ihr erstes Spiel klar verloren hatten. Die Höntroper war jetzt jedoch gut im Spiel und hatten beim 25:13 und 25:16 keine Probleme.

Damit war bereits vor dem finalen Spiel gegen TVA Hürth der zweite Platz gesichert, der für fünf der sechs Zweiten dieser Runde den Einzug in die zweite Quali-Runde bedeutet. Allerdings war für die Höntroper der Satzverlust aus dem Auftaktspiel ein klarer Nachteil, der jedoch mit einem Satzgewinn im abschließenden Spiel kompensiert werden konnte.

Gegen den Nachwuchs des Zweitligisten aus Hürth hies es nun alle Kräfte und Konzentration zusammen zu nehmen. Der letzte Gegner aus der Oberliga 1 hatte beide Spiele recht klar mit 2:0 gewonnen und so einen Satz weniger in den Knochen. Und zu Beginn agierten die Höntroper beim 0:5 und 1:7 zunächst deutlich nervöser und bekamen die Sprungaufschläge nicht in den Griff. Erst danach entwickelte sich ein tolles Spiel auf gutem Niveau, in dem die Höntroper nun endlich auf Augenhöhe agierten. So konnte der Rückstand immer wieder verkürzt werden. Zum Ausgleich reichte es aber nicht, da die Aufschläge - insbesondere nach längeren kämpferischen Phasen - oftmals zu leichtfertig vergeben wurden. Am Ende ging der Turnbund durch das 22:25 zwar in Rückstand, aber klar war auch, dass es die Jungs selbst in der Hand hatten. Kein Rückstand zu Beginn und etwas konstantere Aufschläge würden helfen die Chance auf den Ausgleich zu erhalten.

Und Höntrop drehte den Spies um: 4:0, 6:2, 7:3 - und schon konnte die Mannschaft deutlich ruhiger agieren. Der Vorsprung blieb und am Ende hies es sogar 25:19. Der Satzgewinn brachte die Mansnchaft wieder ins Soll, aber jetzt sollte es noch etwas mehr sein, denn der Erfolg im Tie-Break wäre gleichbedeutend mit dem ersten Platz in der Quali-Runde und einer besseren Ausgangslage für die zweite Runde Anfang Februar.

Und die Höntroper zeigten nun, dass noch Reserven da waren und dass sie diesen Erfolg unbedingt wollten. Unterstützt von allen Ersatzspielern und den zahlreichen Zuschauern spielte sich das Team jetzt in einen echten Rausch. Der 4:0-Vorsprung von Jan's ersten Aufschlägen wurde mit viel Herz und Engagement in allen Elementen schließlich bis zum 15:11 verteidigt und damit der Tagessieg gesichert. Mit diesem nicht erwarteten Erfolg kann das Team am Mega-Quali-Wochenende (03./04.02. mit den finalen Qualirunden der U18 und U20) nun vielleicht sogar die ganz große Überraschung schaffen und in der U20 die Westdeutschen Meisterschaften erreichen.

Trainerkommentar: "Ziel war der Zweite Platz und der Sprung unter die besten 20 Teams in NRW. Das hat die Mannschaft mit einer tollen Leistung nicht nur geschafft, sondern sogar übertroffen. Mit etwas Glück bei der nun anstehenden Auslosung haben wir in der nächsten Runde die Chance eine Sensation zu schaffen. Praktisch alle Mannschaften, die zuletzt in der U18 oder U20 bei den Westdeutschen auftauchen, haben eine längere und höherklassige Geschichte im Jungen- und Männerbereich. Aber klar ist auch, dass wir in der Quali B sowohl in der U18 als auch in der U20 einen Sahnetag erwischen müssen, um auch die letzte Hürde für eine Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften zu überspringen.

Dabei war der Heimvorteil heute für uns ganz imens, denn gerade in den schwierigen Phasen haben die Zuschauer und die Auswechselspieler das Team immer wieder nach vorne gebracht."


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